Als Keramiker verbringe ich viele Stunden damit, jede einzelne Schale zu formen, zu brennen und zu glasieren. Deshalb ist es für mich völlig ausgeschlossen, dass ein Stück während der wenigen Reisetage beschädigt wird. Um das Risiko so gering wie möglich zu halten, verwende ich grundsätzlich einen doppelten Karton sowie mehrere Schutzschichten, die Stöße, Schläge und sogar mögliche Stürze abfangen können.
Die Fotos in diesem Artikel zeigen ein konkretes Verpackungsbeispiel. Nicht alle Pakete sehen gleich aus – ich passe den Schutz immer an Größe, Gewicht und Anzahl der Schalen an –, aber das Prinzip bleibt dasselbe: Die Schale darf sich nicht bewegen und muss Abstand zu den Kartonwänden behalten.
1. Wickeln
Die erste Schutzschicht besteht aus Luftpolsterfolie. Die Schale wird vollständig abgedeckt – auch Rand und Füße –, sodass kein direkter Kontakt zu Karton oder anderen Gegenständen möglich ist. Die Folie dämpft kleine Stöße ab und schafft eine erste Luftschicht um die Keramik.
Wenn mehrere Schalen im selben Paket versendet werden, wiederhole ich diesen Vorgang für jede einzelne. Sie berühren sich niemals direkt: jedes Stück hat seine eigene „Schutzrüstung“ aus Luftblasen.
2. Amortisieren
Die eingewickelte Schale liegt niemals direkt auf dem Kartonboden. Zuerst fülle ich den Boden der inneren Schachtel mit zerknülltem Papier, um ein dämpfendes Polster zu schaffen.
Dieses Papierpolster absorbiert einen Großteil der Stöße, die von unten kommen – etwa wenn das Paket unsanft abgestellt, über den Boden geschoben oder unter anderen Kartons gestapelt wird.
3. Die Schale fixieren
Die in Luftpolsterfolie eingewickelte Schale wird zentral auf das Bodenpolster gelegt. Dann fülle ich den gesamten freien Raum mit zerknülltem Papier, damit sie sich nicht mehr bewegen kann.
Wenn die Seiten fixiert sind, lege ich eine weitere Lage Papier oder Kraftpapier über die Schale. So entsteht ein echter Kokon: geschützt von unten, oben und ringsum.
4. Erster Karton
Sobald die Schale richtig fixiert ist, verschließe ich den ersten Karton und verstärke die Klappen mit breitem Klebeband. In diesem Stadium ist die Keramik bereits gut geschützt für kurze Transporte.
Für Bonsaischalen – oft breit, dünnwandig oder besonders empfindlich – füge ich jedoch gerne einen weiteren Schritt hinzu: einen zweiten Karton, der stärkere Stöße abfangen kann.
5. Zweite Box
Der erste Karton wird in eine größere zweite Box gesetzt, deren Boden ebenfalls mit zerknülltem Papier ausgelegt ist. Ich achte darauf, dass der innere Karton zentriert bleibt und keinen direkten Kontakt zu den Außenwänden hat.
Dann fülle ich Papier an den Seiten und oben ein, bis der innere Karton vollständig fixiert ist. Selbst bei einem starken Stoß wird die Energie von diesen verschiedenen Schichten abgefangen, bevor sie die Keramik erreicht.
6. Gute Reise!
oder auch einen etwas enthusiastischen Wurf zu überstehen.
Die äußere Box wird verschlossen, mit Klebeband verstärkt und etikettiert. Das Paket ist nun bereit, mein Atelier zu verlassen und sich auf den Weg zu Ihnen zu machen – innerhalb Frankreichs oder überall in Europa.
Das Ziel dieses gesamten Systems ist einfach: selbst wenn das Paket grob behandelt, fallen gelassen oder über ein Tor geworfen wird, bleibt die Keramik dank mehrerer Schichten aus Papier, Luftpolsterfolie und Karton geschützt.